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Weinbau in Oberderdingen
Laut den Überlieferungen der alten Lagerbücher stammt die Kelter im Oberderdinger Amthof aus den Jahren um 1500. Damals wurde dort von Mönchen in mühevoller und zeitraubender Handarbeit der Klosterwein gepresst. 1693 vernichtete ein Brand im Amthof die Kelter vollständig. Erst 1722 wurde eine neue Kelter fertiggestellt und die Weinerzeugung konnte fortgesetzt werden. 1806 ging die Kelter in den Besitz der Gemeinde über. Seitdem wurde sie mehrfach modernisiert und automatisiert.
Das System hat sich jedoch kaum geändert, allerdings ist die Spindelpresse für eine effektivere Bewirtschaftung größer geworden. Sie fasst heute eine Füllmenge von ca. 8500 kg Maische. Durch eine moderne Abbeermaschine konnte die Annahmeleistung auf 20.000 kg Lesegut pro Stunde gesteigert werden. Eine kurze Geschichte der WG
Die WG Oberderdingen wurde 1930 gegründet um die Qualität des Derdinger Weines weiter zu steigern und um für die Zukunkft die richtigen Weichen zu stellen. Die Mitgliederzahlen stiegen rasch an, da die WG für die Weingärtner viele Vorteile bot.
Die Jahre nach dem Krieg waren gekennzeichnet vom weiteren Aufbau der WG: Der Faßraum wurde erhöht, Flaschen, Korken und Geräte mußten angeschafft werden. Die Vergrößerung der WG und die immer reicheren Ernten führten bald zu einem Platzproblem. Man
nahm eine alte Idee wieder auf und begann 1958 mit dem Bau eines neuen
Kellergebäudes. 1960 konnte dann die neue Keller- und Kelteranlage
eingeweiht und in Betrieb genommen werden. 1971 wurde von der Generalversammlung die Vereinbarung bestätigt, dass die WG von nun an als Vollablieferer in die WZG aufgenommen werde. Der Ausbau der Oberderdinger Weine erfolgt seitdem unter der Regie der WG mit dem Know-how der Kellermeister in Möglingen.
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